Junge Geflüchtete auf dem Weg zur JuleiCa

In Gesprächssituationen lernen die Teilnehmenden wie sie mit neuen Herausforderungen umgehen (Quelle: djoNRW/AJM e. V.)

In Gesprächssituationen lernen die Teilnehmenden wie sie mit neuen Herausforderungen umgehen (Quelle: djoNRW/AJM e. V.)

Die djoNRW bietet in Kooperation mit vielen Partnern zahlreiche Angebote für junge Geflüchtete an. Es gibt etwa Freizeiten, sportliche Turniere oder Workshops zu Kunst und Musik. Das breite Angebot wurde nun mit der Ausbildung zur Jugendleiter*innen-Card erweitert. Über mehrere Tage fand in der Bildungsstätte in Himmighausen die JuLeiCa- Ausbildung statt. Ein Erste-Hilfe-Kurs, der ebenfalls Bestandteil für den Erhalt einer JuleiCa notwendig ist, wurde wenig später in Paderborn angeboten. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten in beiden Veranstaltungen viel, aber auch der Spaß kam nicht zu kurz.

Die Jugendleiter*innencard (kurz JuLeiCa) ist ein bundesweit einheitlicher und amtlich anerkannter Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit. Zum Erwerb braucht es eine Teilnahme an einer mehrtägigen JuleiCa-Schulung und an einem Erste-Hilfe-Kurs. Diese Voraussetzungen meisterten nun erfolgreich mehrere Jugendliche.

 

 

JuLeiCa macht Spaß und bringt viel

Viele Themen werden auf spielerische Art näher gebracht (Quelle: djoNRW/AJM e. V.)

Viele Themen werden auf spielerische Art näher gebracht (Quelle: djoNRW/AJM e. V.)

Spannende und erlebnisreiche Tage erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der JuLeiCa-Ausbildung der djoNRW. In der djo.Bildungsstätte.Himmighausen. erwartete sie von Freitag bis Montag ein straffes Programm mit vielen Themen: Gruppenpädagogik, Konfliktmanagement, interkulturelle Kompetenzen, Leitungsstile, Kommunikation, Rechtliche Grundlagen, Gruppenphasen, Kinderschutz und weitere wichtige Inhalte standen auf dem Plan.

Das Besondere an dieser JuLeiCa- Ausbildung, die durch das Projekt „Jugendverbandsarbeit mit jungen Geflüchteten“ gefördert wurde, war, dass über 80% der Teilnehmenden junge Geflüchtete aus ganz NRW waren.

Bei soviel neuem Input und vieler praktischer Übungen während des ganzen Tages freuten sich alle auf den Abend, den die Teilnehmenden selbst gestalteten. Dabei saßen sie am Lagerfeuer und kamen mit anderen Gästen, die ebenfalls in der Bildungsstätte übernachteten, ins Gespräch. Es herrschte eine entspannte und fröhliche Atmosphäre, die aufgrund der vielen vertretenden Nationen internationalen Charakter hatte. Gemeinsam sangen alle in deutsch, englisch, assyrisch/aramäisch, arabisch und polnisch. So wurde auch dieses Mal die JuleiCa-Schulung der djoNRW ein großes Highlight mit tollen Menschen.

Eine Ausbildung, die jeder gebrauchen kann

Die zweite Herausforderung, denen sich 15 Jugendliche aus Paderborn und Umgebung auf dem Weg zum Erhalt der JuleiCa stellten, war ein Erste-Hilfe-Kurs. In Kooperation der djoNRW e.V., des AJM Landesverband NRW und des Jugendrotkreuz Kreisverbands Paderborn fand diese Ausbildung in Paderborn statt. „Jugendverbandsarbeit mit jungen Geflüchteten“ förderte auch dieses Angebot.

Praktischer Unterricht ist bei der Erste-Hilfe-Ausbildung das Wichtigste (Quelle: djoNRW/AJM e. V.)

Praktischer Unterricht ist bei der Erste-Hilfe-Ausbildung das Wichtigste (Quelle: djoNRW/AJM e. V.)

Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren erneut viele junge Geflüchtete. Maya Yoken, die das Projekt „Jugendverbandsarbeit mit jungen Geflüchteten“ leitet, war von der Planung und Durchführung des Angebots begeistert: „Der Erste-Hilfe-Kurs ist die erste landesweite Maßnahme für djoNRW-Mitglieder, welche vor Ort von einem jungen Mann mit Fluchthintergrund selbstständig organisatorisch begleitet wurde. Youssef Hanna, Vorstandsmitglied des Landesverbandes des AJM, bereitete den Erste-Hilfe-Kurs in Paderborn vor, was mich sehr gefreut hat. Hier übernehmen junge Menschen mit Fluchthintergrund die Verantwortung für andere. Davon werden wir dieses Jahr noch mehr sehen.“ Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter vom Jugendrotkreuz (JRK) bildete die teilnehmenden Jugendlichen mit großem Engagement und einer Art, die allen das Lernen Spaß machte, aus.

Mit der Teilnahme an den beiden Veranstaltungen sind viele Jugendliche den nächsten Schritt in der Jugendverbandsarbeit gegangen.

 

Auto: Dr. Christian Kahl

 

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