Akitu in NRW: Junge Assyrer wünschen „Frohes Assyrisches Neujahr 6769“

Akitu 2019 (QUelle: AJM LV NRW)

Es war eine Premiere, die Lust auf mehr machte: Einem Fußballturnier in Duisburg mit über 200 Menschen, Teilnehmende und Zuschauende, folgte in Essen eine große Feier mit einem kulturellen Rahmenprogramm.

So haben viele junge Menschen das assyrische Neujahrsfest des Jahres 6769, und damit das erste Akitu in NRW, was zugleich das erste Akitu des AJM war, begangen. Die gesamte Veranstaltung fand im Rahmen des längerfristigen Projekts „Jugendverbandsarbeit mit jungen Geflüchteten“ statt.

Das djoNRW-Projekt wird vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Mit dieser Hilfe konnten schon viele kleinere und größere Angebote und Veranstaltungen durchgeführt werden – und diesmal war es das assyrische Neujahrsfest Akitu.

Verbindung alter und neuer Kulturen

Stolz präsentieren die Sieger des Fußballturniers am Abend den Pokal (Quelle: AJM LV NRW)
Stolz präsentieren die Sieger des Fußballturniers am Abend den Pokal (Quelle: AJM LV NRW)

An vieles hatten die Organisatoren, alles Mitglieder des AJM Landesverbands NRW, für die Feier zum assyrischen Neujahrsfest zu denken, damit es ein unvergesslicher Tag werden konnte. Und das gelang! Sowohl das Fußballturnier als auch die Feier am Abend begeisterten die jungen Menschen. „Es war ein großer Erfolg und wir danken Allen, die sich an der Organisation beteiligt haben“, sagte ein Mitglied des AJM.

Gute Laune herrscht bis tief in die Nacht (Quelle: AJM LV NRW)
Gute Laune herrscht bis tief in die Nacht (Quelle: AJM LV NRW)

Viele strahlende und gut gelaunte Gesichter sah man abends auf der Feier in Essen. Die Teilnehmenden feierten ihr Neujahrsfest. Doch zugleich war es vor allem eine Verbindung alter und neuer Kulturen und Gruppen. So hatte sich etwa die Schimscha Jugend e.V. erst vor 2 Jahren neu gegründet, doch hier waren sie mitten unter Gleichgesinnten.

Akitu 2019 (Quelle: AJM LV NRW)
Akitu 2019 (Quelle: AJM LV NRW)

Die beiden Moderatoren des Abends, Gabriel & George Aho, freuten sich übe die große Beteiligung am Akitu: „Es ist uns eine Ehre diesen Abend mit und für euch gestalten zu können, möge das neue assyrische Jahr 6769 uns allen ein Jahr voller Frieden, Freude und schöner Erinnerungen sein.“ Im Verlauf des Abends trugen beide noch assyrische Erzählungen und Gedichte vor. Daneben ergänzten drei Folkloregruppen, die einzeln und gemeinsam auftraten, und ein prächtiger Einmarsch, der an frühere Zeiten erinnerte, das kulturelle Rahmenprogramm.

Hintergrund: Was ist Akitu?

Es wird viel und lange getanzt (Quelle: AJM LV NRW)
Es wird viel und lange getanzt (Quelle: AJM LV NRW)

Das Akitu-Fest, so wurde das Neujahrsfest im alten Mesopotamien genannt, zählt zu den ältesten Festen der Welt. Es leitet seinen Namen Akitu von dem Wort Gerste ab, die sinnbildlich für die Zivilisation und für das aufblühende Leben in der gesamten Region steht.

Die Stimmung beim assyrischen Neujahrsfest ist hervorragend  (Quelle: AJM LV NRW)
Die Stimmung beim assyrischen Neujahrsfest ist hervorragend (Quelle: AJM LV NRW)

Traditionell feiern die Assyrer weltweit das assyrische Neujahrsfest am 1. April. Dieses Datum ergab sich durch die Christianisierung, bei der ein neuer Kalender übernommen wurde. Aus diesem Grund wurde zum antiken Monat „Nisan(u)“, welcher äquivalent zum heutigen „April“ steht, am ersten Tag des Nisan/April, Akitu gefeiert Die Jugendlichen ließen bei der Feier in Essen eine alte Tradition wieder aufblühen, frei nach dem Motto, Heimat ist, wo du Heimat lebst.

Autor: AJM LV NRW

Foto: AJM LV NRW