Märchenhaftes Kulturprojekt auf der Wewelsburg – Ein Rückblick (Teil 2)

Das Kulturprojekt bot wieder jede Menge Spaß für Groß und Klein (Quelle: djoNRW)

Das Kulturprojekt bot wieder jede Menge Spaß für Groß und Klein (Quelle: djoNRW)

Spannende und abwechslungsreiche Workshops gab es während der ersten beiden Tage des djoNRW Kulturprojekts auf der Wewelsburg. Ihre Lust am Tanzen und Singen sowie ihr großes schauspielerisches Talent zeigten die vielen djo‘ler an den Abenden. Unter dem Motto „Fantasie@the Burg – Märchen, Sagen und Zaubereien aus aller Welt“ erlebten die rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom 5.-8. Mai märchenhaften Spaß. 

Auch am zweiten Tag des Kulturprojektes hatten die Teilnehmer vormittags die Möglichkeit die Workshops zu besuchen. Wie am Vortag wurden die meisten Workshops jeweils zweimal angeboten. So waren über die zwei Tage verteilt mehrere Teilnahmen möglich.

Märchenhaftes im Kräutergarten

Kräutersäckchen selbst gemacht. Hier entstand so manches Geschenk zum Muttertag (Quelle: djoNRW)

Kräutersäckchen selbst gemacht. Hier entstand so manches Geschenk zum Muttertag (Quelle: djoNRW)

Viele Teilnehmer zog es bei dem schönen Wetter nach draußen, wo Dagmar Bitz vom Folklorekreis Eurode Märchenhaftes aus Kräutern anbot. Dagmar beschäftigt sich schon länger mit Kräuterkunde: „Ich bin an Kräutern sehr interessiert. Es macht Spaß mit den verschiedenen Kräutern leckere Sachen herzustellen. Wir werden heute das ein oder andere Gericht mit frischen Kräutern verfeinern, leckere Getränke machen und etwas basteln“. So sammelten die Teilnehmer des Workshops unter Dagmars Anleitung in der nahen Umgebung einige Kräuter. Danach kam der kulinarische Part: Mit Knoblauchsrauke wurde Butter und ein leckerer Quark gemacht. Mit anderen duftenden Kräutern bastelten die Teilnehmer individuelle Kräutersäckchen. Das ergab schon mal das ein oder andere Muttertagsgeschenk.

Nahe des Kräuterworkshops sah man auch immer wieder märchenhaft kostümierte djo‘ler, teils mit Armbrust oder Degen ausgestattet. Dank Christian Stankewitz gab es hier tolle Erinnerungen der fotografischen Art.

Wewelsburg: Vom Fürstensitz zum Treffpunkt junger Menschen

Neben der Jugendherberge befinden sich auf der Wewelsburg auch Museen. Hier konnten die djo`ler viel Neues erfahren. (Quelle: djoNRW)

Neben der Jugendherberge befinden sich auf der Wewelsburg auch Museen. Hier konnten die djo`ler viel Neues erfahren. (Quelle: djoNRW)

Museumspädagogische Angebote des Historischen Museums des Hochstifts Paderborn gab es am Freitagnachmittag. In dem Historischen Museum des Hochstifts Paderborn gab es eine Führung mit Bezügen zum Thema des Kulturprojektes. Für die djo`ler war der Besuch ein spannender Programmpunkt. In 29 Räumen, die sich verwinkelt über mehrere Etagen der Burg erstrecken, erfuhren sie viel Neues über die Geschichte des Paderborner Landes von den Anfängen der Besiedlung bis zur Säkularisation 1802.

In einer Dauerausstellung lernten  die Besucher die wechselhafte Geschichte der Wewelsburg kennen. Kaum zu glauben, dass die dreieckige Burganlage, die Fürstbischof Dietrich IV. von Fürstenberg 1603 bis 1609 im Stil der Weserrenaissance um einen mittelalterlichen Wohnturm herum neu errichten ließ, heute eine Jugendherberge beheimatet und damit zum Treffpunkt vieler junger Menschen aus ganz Deutschland wurde.

Viel Spaß beim Stationslauf

Knifflige Aufgaben stellten sich den Teilnehmern des Stationslaufs (Quelle: djoNRW)

Knifflige Aufgaben stellten sich den Teilnehmern des Stationslaufs (Quelle: djoNRW)

Der Samstag begann für die Teilnehmer des Kulturprojekts mit einem Stationslauf zum Thema Märchen und Sagen, den die Danzdeel Salzkotten vorbereitet hatte. Die teils vom Vorabend noch etwas müden djo‘ler mussten auf dem Burggelände verschiedene Aufgaben bewältigen. Schnell war der Ehrgeiz geweckt und der Spaß, den alle hatten, ließ die Müdigkeit vergessen.

Den Nachmittag nutze man für eigene Unternehmungen. Manche spielten, andere erkundeten die Umgebung der Wewelsburg oder man bereitete sich auf den Abschlussabend vor. Spontan zogen einige Tanzgruppen ihre Trachten an und tanzten. Für viele Teilnehmer des 6. Kulturprojektes waren die gemeinsamen Abendveranstaltungen die Höhepunkte der vier Tage. Es wurde viel gelacht, musiziert und getanzt. Alle waren von dem abwechslungsreichen Angebot begeistert. Andreas Schillings, Leiter der Klingenden Windrose, brachte es auf den Punkt: „Das ganze Kulturprojekt hat uns sehr gut gefallen und wir haben die Tage mit allen Aktivitäten in der Gemeinsamkeit genossen!“

Zum Ende nur zufriedene djo‘ler

Den Abschlussabend eröffnete Christian Gradt, Landesvorsitzender der djoNRW (Quelle: djoNRW)

Den Abschlussabend eröffnete Christian Gradt, Landesvorsitzender der djoNRW (Quelle: djoNRW)

Nach vier Tagen endete das 6. Kulturprojekt und die Teilnehmer machten sich etwas müde aber sichtlich zufrieden auf dem Heimweg. Das Programm und die vielen verschiedenen Angebote hatten überzeugt und es war für jeden etwas dabei gewesen. Die akribische Vorbereitung und die Bemühungen des Projektleiters Herbert Schnalle hatten sich ausgezahlt – obwohl auch er manchmal mit neuen Situationen konfrontiert wurde: „Kurzfristig sind noch zwei Mitglieder des Orga-Teams ausgefallen. Das kann passieren. Wir mussten intern etwas umdisponieren, aber es hat am Ende gut geklappt. Ein Dank an Sebastian Fischer, der spontan erklärte, uns zu unterstützen.“ Ein großes Dankeschön sagt die gesamte djoNRW auch der Aktion Mensch, die das Kulturprojekt bezuschusst hatte und damit einen großen Anteil an der erfolgreichen Durchführung hatte.

Hintergrund Kulturprojekt

Alle waren bei der Abschlussveranstaltung am Samstagabend dabei (Quelle: djoNRW)

Alle waren bei der Abschlussveranstaltung am Samstagabend dabei (Quelle: djoNRW)

Seit 2005 gibt es die Kulturprojekte. Sie haben die Nachfolge der musischen Landesspiele angetreten, die seit der Gründung der djo-Deutsche Jugend in Europa 1951 jährlich stattfanden. Etwa alle zwei Jahre veranstaltet die djoNRW ihr Kulturprojekt bei dem neben den vielen unterschiedlichen Kulturgruppen auch alle musisch-interkulturell Interessierten des Landesverbandes mitwirken. Mit dem Kulturprojekt möchte die djoNRW Traditionen erhalten und sich dabei modernen Kulturformen öffnen.

Das nächste Kulturprojekt findet in zwei Jahren statt. Aber bis dahin herrscht keine Langeweile. Die vielen Gruppen des Landesverbandes der djo-Deutsche Jugend in Europa bieten das ganze Jahr über spannende Veranstaltungen an, wo jeder herzlich willkommen ist.

Autor: Dr. Christian Kahl