Klares Bekenntnis in die Zukunft: NRW investiert 100 Millionen für Kinder- und Jugendarbeit

Landesregierung gibt ein Bekenntnis zur Kinder- und Jugendarbeit

Landesregierung gibt ein Bekenntnis zur Kinder- und Jugendarbeit

Die Familien- und Jugendministerin Ute Schäfer (SPD) hat in Düsseldorf den neusten Entwurf zum „Kinder- und Jugendförderplan 2011 bis 2015“ präsentiert. Die nordrhein-westfälische Landesregierung beabsichtigt die Mittel dafür bis 2015 um 20 Millionen auf 100 Millionen Euro jährlich zu erhöhen.

Gute Nachrichten kommen in diesen Tagen aus Düsseldorf. Mit der Aufstockung der finanziellen Mittel im „Kinder- und Jugendförderplan“ setzt die Landesregierung ein Bekenntnis zur Kinder- und Jugendarbeit. Es ist zugleich eine Aufforderung an alle, die Bemühungen in diesem Bereich zu intensivieren.

„Es ist ein gutes Zeichen, dass auch in Zeiten knapper Kassen bei diesem wichtigen Punkt nicht gespart wird“, war die erste Reaktion des Landesvorsitzenden NRW der djo – Deutsche Jugend in Europa, Christian Gradt. „Die djo NRW begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Denn eins ist doch klar: Diese Ausgaben sind eine Investition in die Zukunft. Sie machen sich später bezahlt.“

Bildung und Prävention im Schwerpunkt

Wie die aktuelle Shell-Jugendstudie deutlich macht, wird die soziale Kluft zwischen armen und reichen Kindern und Jugendlichen immer größer. „Wir sind im Begriff, ein Fünftel der jungen Generation zu verlieren“, erklärte die Familien- und Jugendministerin Ute Schäfer (SPD) in Düsseldorf. Schwerpunkte im „Kinder- und Jugendförderplan“ seien daher die Bereiche Bildung und Prävention. Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien müssen die gleichen Entwicklungschancen haben wie andere. Hier darf es keinen Unterschied geben.

Die Jugendarbeit ist dabei ein wichtiger Baustein und müsse künftig noch stärker in den Focus gerückt werden. Die Ministerin wünsche sich mit der finanziellen Aufstockung zusätzliche Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit und betonte, dass aus dem Förderprogramm unter anderem die Arbeit der Jugendverbände unterstützt wird. „Mit diesem Beschluss sehen wir auch unsere Arbeit als Landesverband der djo bestätigt. Die Bereiche der kulturellen Jugendarbeit und internationale Austauschmaßnahmen, die die Ministerin ausdrücklich anspricht, sind seit langem Schwerpunkte unserer Arbeit,“ betonte Gradt.

Ein Signal aus Düsseldorf

Die Ministerin erklärte, dass das Ziel sei, allen Kindern und Jugendlichen die gleichen Chancen auf eine gute Lebens- und Bildungsperspektive zu ermöglichen. Damit verfolge die Landesregierung zugleich gesellschaftliche Folgekosten für zukünftige Generationen zu reduzieren. „Es muss uns allen wieder stärker bewusst werden, dass Kinder- und Jugendarbeit ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft ist“, sagte Schäfer.

Die Ministerin machte darüber hinaus deutlich, dass mit der finanziellen Aufstockung auch die Strukturen der Jugendverbandsarbeit verbessert werden sollen. „Wir als djo NRW hoffen nun, dass wir unser ohnehin großes und breitgefächertes Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit weiter intensivieren und ausbauen können“, brachte Gradt seine Hoffnung zum Ausdruck.

Es bleibt kein Zweifel: Der Kinder- und Jugendförderplan, wie er nun vorgestellt wurde, ist ein Bekenntnis in die Zukunft. Bleibt zu hoffen, dass NRW hier Vorreiter für andere Länder ist und aus Düsseldorf ein Signal ausgeht.

Weitere Informationen und Details zum Kinder- und Jugendförderplan des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen gibt es hier.

Autor: Dr. Christian Kahl