In tiefer Trauer – unsere Gedanken sind in Manchester

Das Entsetzen und die Trauer über das feige Attentat in Manchester sind in der djoNRW groß (Quelle: djoNRW)

Das Entsetzen und die Trauer über das feige Attentat in Manchester sind in der djoNRW groß (Quelle: djoNRW)

Es sollte ein friedliches Pop Konzert sein. Doch der Auftritt der US-Sängerin Ariana Grande im nordenglischen Manchester am 22. Mai 2017 bleibt für immer als feiger Terrorakt in den Köpfen der Menschen haften. Zum Ende des Konzerts hat sich ein mutmaßlich islamistischer Attentäter mit einem selbstgebauten Sprengsatz in die Luft gesprengt. Die Bilanz ist erschreckend: Mindestens 22 Menschen starben, 64 weitere wurden teils schwerst verletzt. Unter den Opfern sind auch viele Kinder und Jugendliche, das jüngste Opfer wurde nur acht Jahre alt. Der Landesverband NRW der djo-Deutsche Jugend in Europa ist geschockt. Wir trauern mit den Angehörigen der getöteten und verwundeten Menschen.

Das Entsetzen über diesen feigen Terroranschlag sitzt tief – nicht nur in Manchester. Auf der ganzen Welt sind die Menschen fassungslos. Ein Gefühl der Ohnmacht greift um sich. Wir, der Landesverband NRW der djo-Deutsche Jugend in Europa, sind zutiefst entsetzt. Die Hinterlist und Brutalität dieses feigen Attentats macht uns sprachlos. Die Tatsache, dass sich der Attentäter bewusst Kinder und Jugendliche zum Ziel seines Angriffs suchte, erschüttert uns durch Mark und Bein.

Doch auch dieser Terrorakt des sogenannten Islamischen Staats, der die Verantwortung für die Tat übernahm, darf uns in unseren Bemühungen als interkultureller Jugendverband nicht beeinträchtigen. Die djoNRW steht zu ihren festen Grundsätzen: Integration, Kultur und Europa. Gerade die Integrationsprojekte der djoNRW, die zahlreichen Veranstaltungen, die wir mit unseren muslimischen Freunden und Gruppen in den letzten Jahren gemeinsam durchgeführt haben, bestärken uns in unserem Verständnis für ein modernes, offenes und tolerantes Europa. Auch dieser jüngste Terrorangriff, der eiskalt auf unschuldige und wehrlose Kinder und Jugendliche abzielte, wird uns in unseren Prinzipien nicht erschüttern.

Bei all der Trauer und dem Entsetzen über den furchtbaren Anschlag stimmt es zuversichtlich, wie die Menschen in Manchester reagierten. Viele Einwohner der knapp 500.000-Einwohner waren spontan zu Krankenhäusern gefahren, um Blut zu spenden, andere spendeten den Krankenhäusern Lebensmittel. Private Personen und Hotels hatten vom Anschlag Betroffenen Unterkünfte angeboten, Taxifahrer brachten Menschen gratis aus der Innenstadt, wo sich der Anschlag ereignet hatte. Eine große Tageszeitung rief zu finanzieller Unterstützung auf. Schon nach wenigen Stunden kamen so über 600.000 Pfund zusammen, die den Familien der Getöteten und Verletzten des Anschlages zu Gute kommen. „Wir trauern, aber wir sind stark“, sprach Manchesters Bürgermeister Andy Burnham. Viele Menschen in Manchester sehen das ähnlich. „Wir geben nicht auf“, lautet ihre Devise und so setzen sie Zeichen der Solidarität. Diesen vielen stillen Helfern gilt unser Respekt und unsere Dankbarkeit.

Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte: „Wir sind dem britischen Volk in diesem tragischen Moment besonders verbunden.“ Dies gilt auch für den gesamten Landesverband NRW der djo-Deutsche Jugend in Europa. Unsere Gedanken sind in Manchester und die Hoffnung auf eine Welt ohne Terror geben wir nicht auf. Wir, die djoNRW, engagieren uns weiterhin für ein friedliches Zusammenleben aller Kulturen. Frieden und Versöhnung sind die Maßstäbe unseres Handelns!

Autor: Christian Gradt, Landesvorsitzender NRW der djo-Deutsche Jugend in Europa