„Ihr habt den richtigen Weg gewählt“ – Staatssekretärin Zülfiye Kaykin begrüßte 250 Jugendliche und Gäste zum 60-jährigen Jubiläum der djoNRW

Staatssekretärin Kaykin fand bei ihrer Ansprache treffende Worte (Foto: Stefanie Gradt)

Staatssekretärin Kaykin fand bei ihrer Ansprache treffende Worte (Foto: Stefanie Gradt)

Der Landesverband NRW der djo – Deutsche Jugend in Europa feierte am 24. September in Oer-Erkenschwick seinen 60. Geburtstag. Rund 250 Gäste nahmen an dem bunten Programm teil. Die Staatssekretärin für Integration beim Minister für Arbeit, Frau Zülfiye Kaykin, hatte die Schirmherrschaft übernommen und war persönlich zur Eröffnung aus Düsseldorf angereist.

Schon auf dem Parkplatz merkte jeder, hier findet etwas Großes statt: Unzählige Autos, deren Nummernschilder ganz Nordrhein-Westfalen repräsentierten, Jugendliche und Erwachsene in traditionellen Trachten sowie Tanzgruppen in modernem Outfit fanden sich rund um das auf dem Gelände des Salvador-Allende-Hauses in Oer-Erkenschwick ein. Es bestand kein Zweifel, hier im nördlichen Nordrhein-Westfalen sollte das 60-jährige Bestehen des Landesverbandes der djo – Deutsche Jugend in Europa gefeiert werden.

Großer Spaß beim ‚Bungee run’ (Foto: Stefanie Gradt)

Großer Spaß beim ‚Bungee run’ (Foto: Stefanie Gradt)

Buntes Programm

Was für den 24. September in Oer-Erkenschwick angekündigt war, lockte viele Mitglieder. Auf dem Programm standen Sing- und Tanzauftritte von Gruppen oder Einzelakteuren sowie die Möglichkeit, sich an den Großspielgeräten ‚Bungee run’ und ‚Lebendkicker’ sportlich zu betätigen. Daneben luden aufgebaute Buden zum Kinderschminken, Malen oder Basteln ein. Zur Erfrischung gab es Cocktails für alle – natürlich alkoholfrei! Auch die Sonne spielte mit und zeigte sich den ganzen Tag, was die Laune zusätzlich hob.

Internationale Musik sorgte für Unterhaltung. (Foto: Stefanie Gradt)

Internationale Musik sorgte für Unterhaltung. (Foto: Stefanie Gradt)

Integration geht alle an

Mit großer Spannung warteten alle auf die Begrüßungsrede der Schirmherrin, der Staatssekretärin für Integration beim Minister für Arbeit, Integration und Soziales und Vorsitzende des Landesbeirates für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Zülfiye Kaykin. Sie übermittelte die ausdrücklichen Grüße und Glückwünsche des Ministers für Arbeit, Integration und Soziales, Guntram Schneider, der wegen anderer politischer Verpflichtungen leider verhindert war.

Die Staatssekretärin betonte, dass sie die Schirmherrschaft für dieses schöne Landesfest gerne übernommen habe, da sie die Ziele der djo unterstütze. „Erfolgreiche Integration ist gerade in der heutigen Zeit eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und die Auseinandersetzung mit diesem Thema ist zukunftsweisend“, stellte sie heraus. Das große Angebot der djo in diesem Bereich und die Toleranz, die man hier vorlebt, seien beispielgebend.

Traditionelle Trachten und Tanz heute ein eher seltener Anblick (Foto: Stefanie Gradt)

Traditionelle Trachten und Tanz – heute ein eher seltener Anblick (Foto: Stefanie Gradt)

Ein Programm der Gegensätze

Im Anschluss an die Grußworte der Staatssekretärin Zülfiye Kaykin, des Landesvorsitzenden Christian Gradt sowie des Bundesvorsitzenden Thomas Hoffmann, der extra aus Berlin angereist war, folgten drei kurze Aufführungen, die die Vielfalt der djoNRW betonten. Auf einen traditionellen deutschen Volkstanz der djo-Gruppe ‚Die Klingende Windrose’ folgte eine Darbietung des Kinder-Musik-Theaters ‚Der Spaß!’, eine Gruppe, die aus Kindern und Jugendlichen aus der ehemaligen Sowjetunion besteht. Danach trat die kurdische Sängerin Misgin Kilic mit poppigen Rhythmen auf. Sie wurde begleitet von einer Band des kurdischen Kinder- und Jugendverbands ‚Komciwan’.

Hier wurde deutlich, was die Staatssekretärin in ihrer Rede angesprochen hatte: Die djo ist heute ein bunt gemischter Zusammenschluss junger Menschen, die im gegenseitigen Austausch nicht nur die Gruppe, sondern unsere ganze Gesellschaft bereichern.

Der Landesvorsitzende führt die Staatssekretärin durch die Geschichte der djo (Foto: Stefanie Gradt)

Der Landesvorsitzende führt die Staatssekretärin durch die Geschichte der djo (Foto: Stefanie Gradt)

Ein Rundgang durch die Vergangenheit

Die Schirmherrin ließ es sich die nicht nehmen, das breite Unterhaltungsangebot auf dem Gelände zu besuchen. Sie war beeindruckt, was hier auf die Beine gestellt worden war. Besonderes Interesse zeigte die Staatssekretärin an der Ausstellung „60 Jahre djo in Nordrhein Westfalen“ und betonte: „Die djo – Deutsche Jugend in Europa ist Sinnbild des politischen Wandels in den vergangenen sechs Jahrzehnten.“ In dieser langen Zeit habe man – nicht ohne Widerstände – die Anpassungsfähigkeit an veränderte Situationen bewiesen. Staatssekretärin Kaykin hob hervor, dass die djo in ihrer langen und wechselhaften Geschichte einen Weg gewählt habe, der ihr richtig erschienen sei.

Autor: Dr. Christian Kahl