djoNRW est Charlie – „Wir arbeiten weiter für Toleranz und ein friedliches Miteinander aller Menschen“

In diesen Tagen ist auch die djoNRW Charlie

In diesen Tagen ist auch die djoNRW Charlie

Entsetzen und große Trauer haben die feigen Anschläge in Paris weltweit ausgelöst. Auch wir, der Landesverband NRW der djo – Deutsche Jugend in Europa ist tief erschüttert. Unsere Trauer gilt den 17 Toten. Den Angehörigen der Opfer und allen Franzosen möchten wir unser aufrichtiges Mitgefühl aussprechen.

Mit Sorge schauen wir aber auch auf die Demonstrationen in Deutschland, die unter dem Namen Pegida Angst und Hass in der Gesellschaft schüren. Dem stellen wir uns entgegen. Für die djoNRW soll Deutschland weiterhin ein Land bleiben, das Flüchtlinge und Vertriebene willkommen heißt. Das sind wir unserer eigenen Geschichte schuldig.

Die terroristischen Anschläge in Paris sind ein brutaler Angriff auf die Werte und die Rechtskultur des gesamten europäischen Raums. Schockiert und bestürzt steht man den Anschlägen gegenüber. Doch auch für uns, den Landesverband NRW der djo – Deutsche Jugend in Europa, gilt, was Bundespräsident Joachim Gauck gesagt hat. Wir sind „weder ohnmächtig noch hilflos.“ Wir lassen uns durch Terroristen in unserer Lebens- und Arbeitsweise nicht verändern.

Gerade die Integrationsprojekte der djoNRW, die zahlreichen Veranstaltungen, die wir mit unseren muslimischen Freunden und Gruppen in den letzten Jahren gemeinsam durchgeführt haben, bestärken uns in unseren Grundsätzen. Für uns bedeutet Integration, dass Fremde zu Freunden werden. Nicht ohne Grund heißen die Säulen unserer Arbeit „Integration – Kultur – Europa“. Und Integration, wie wir sie verstehen, strebt nicht danach, andere zu formen, wie die Mehrheit ist. Integration ist wechselseitig und ändert beide Partner. Dementsprechend versteht sich die djoNRW als ein Verband für Einheimische und Immigranten in Deutschland. Verständnis, aufeinander zugehen und Toleranz charakterisieren unsere tägliche Arbeit.

Wir warnen vor einer pauschalen Verurteilung der rund vier Millionen Muslime, die in Deutschland leben. Wir wissen, dass die friedlichen Muslime den Terrorismus ablehnen. Das ausgleichende Zusammenleben zwischen den verschiedenen Gruppen und Religionen in unserer Gesellschaft darf nicht durch einzelne zerstört werden. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man sieht, dass man mit dieser Einstellung nicht alleine ist. Beruhigend und ermutigend wirkten die Bilder, die rund 1,5 Millionen Menschen beim Trauermarsch in Paris zeigten. Politiker aus der ganzen Welt sowie Menschen aus allen Ländern und aller Religionen standen hier Seite an Seite, um ihre Solidarität mit den Opfern des Terrors deutlich zu machen und zu zeigen, dass derartige Anschläge den eingeschlagenen Kurs eines friedlichen Europas nicht ändern können. Menschenrechte, Demokratie, Presse- und Meinungsfreiheit sind Werte für die man eintreten muss. In Gedanken war bei dieser Demonstration auch unser Landesverband dabei.

Autor: Christian Gradt, Landesvorsitzender NRW der djo – Deutsche Jugend in Europa