djo-Mitglieder von ‚Vergissmeinnicht’ treffen Bundespräsidenten

In Berlin traf Bundespräsident Dr. Christian Wulff Vertreter der djo (Quelle: Thomas Hoffmann)

In Berlin traf Bundespräsident Dr. Christian Wulff Vertreter der djo (Quelle: Thomas Hoffmann)

Bundespräsident Dr. Christian Wulff empfing im Januar rund 25 Vertreter der „djo – Deutsche Jugend in Europa“. Neben Mitgliedern vom „Verband der russischsprachigen Jugend in Deutschland – JunOst e.V.“ waren auch Vertreter der Jugendinitiative „Vergissmeinnicht“ aus Düsseldorf nach Berlin gereist.

In der Tadschikischen Teestube in Berlin empfing der Bundespräsident seine Gäste zu einem 2-stündigen Gespräch. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Themen Zuwanderung und Integration.

Integration ist Zukunft (Quelle: Thomas Hoffmann)

Integration ist Zukunft (Quelle: Thomas Hoffmann)

djo liefert Infos aus erster Hand

Da man sich in Detailfragen mit Migrantenjugendorganisationen in Deutschland, Integration und Schule sowie dem Thema Sprache auseinandersetzte, bekam der Bundespräsident Informationen aus erster Hand.

Der „Verband der russischsprachigen Jugend in Deutschland – JunOst e.V.“ wie auch die Düsseldorfer Jugendinitiative „Vergissmeinnicht“ wurden 2001 von jungen russischsprachigen Zuwanderern aus den GUS-Ländern gegründet. Ziel ist die Integration der russischsprachigen Jugendlichen in die deutsche Gesellschaft. Die Organisationen bieten kulturelle Jugendarbeit und internationalen Jugendaustausch an. Darüber hinaus vermitteln sie Kenntnisse über die deutsche Gesellschaft und helfen als Ratgeber bei Fragen zu Ausbildung und Beruf.

Das offene Wort war gefragt (Quelle: Thomas Hoffmann)

Das offene Wort war gefragt (Quelle: Thomas Hoffmann)

Bundespräsident lobt djo Engagement

Die Organisation „Vergissmeinnicht“ hat sich seit ihrem Bestehen unter dem Dach der „djo – Deutsche Jugend in Europa“ zu einem wichtigen und kompetenten Partner beim Thema Integration entwickelt. Dieses Engagement weiß auch der Bundespräsident zu schätzen. Er betonte die Notwendigkeit der Jugendverbandsarbeit. Sie sei ein wichtiger Schritt für die Integration junger Menschen in Deutschland. Migrantenjugendorganisationen sollen eine stärkere Berücksichtigung finden als bisher. Er werde dies – mit Blick auf die politischen Beschlüsse – bei der Ausgestaltung des Nationalen Integrationsplans berücksichtigen.

Integration ohne die eigene Kultur aufzugeben. (Quelle: Thomas Hoffmann)

Integration ohne die eigene Kultur aufzugeben. (Quelle: Thomas Hoffmann)

Deutsch und russisch – Zweisprachigkeit als Chance für alle

Weiterhin betonte der Bundespräsident in den Gesprächen die Vorteile der Zweisprachigkeit. Das Erlernen der deutschen Sprache bei gleichzeitigem Erhalt der russischen Sprache seien einerseits eine Bereicherung für die Gesellschaft und andererseits ein weiterer Baustein, der den Jugendlichen für ihren späteren Lebens- und vor allem Berufsweg neue Chancen ermöglichen kann. Dem konnten sich die Vertreter von ‚Vergissmeinnicht’ nur anschließen.

Gut gelaunt sprach man über Zuwanderung und Integration (Quelle: Thomas Hoffmann)

Gut gelaunt sprach man über Zuwanderung und Integration (Quelle: Thomas Hoffmann)

Nach zwei Stunden in lockerer und offener Atmosphäre waren sich alle einig: So ein Treffen ist wichtig und soll nicht das letzte gewesen sein.

Autor: Dr. Christian Kahl