B‘ together mit B’shayno.Willkommen. – „Wir waren einfach ein Team“

Bei Klettertag in Paderborn war das Team gefordert (Quelle: Nora Liebetreu)

Beim Klettertag in Paderborn war das Team gefordert (Quelle: Nora Liebetreu)

Voller Vorfreude hatten sich über 25 assyrische/aramäische Jugendliche und junge Geflüchtete für den Klettertag am Samstag, den 28. Mai, angemeldet. Der Event fand im Rahmen des Projekts B’shayno.Willkommen. der djo-Deutsche Jugend in Europa, Landesverband NRW e.V. und des Assyrischen Jugendverbands Mitteleuropa e.V. statt.

B’shayno.Willkommen. fokussiert sich auf Freizeit-Teams zwischen Jugendlichen mit assyrischem/aramäischem Migrationshintergrund und assyrischen/aramäischen Geflüchteten. Die Teams können gemeinsam Freizeitaktivitäten wahrnehmen und gestalten.

Viele Jugendliche kamen zum Klettertag nach Paderborn (Quelle: Nora Liebetreu)

Viele Jugendliche kamen zum Klettertag nach Paderborn (Quelle: Nora Liebetreu)

Team-Finding

Der Klettertag bot eine Möglichkeit wie Jugendliche ihre Freizeit gemeinsam verbringen können. Das Hauptziel des Klettertags war insbesondere, dass sich die Jugendlichen besser kennenlernen und die Freizeit-Teams gestärkt werden.

Dementsprechend hatten sich die Jugendlichen neben dem Wunsch zu klettern auch für den Klettertag angemeldet, um andere Jugendliche zu treffen, das eigene Team zu stärken oder ein Team zu finden. Das sagt auch Melkon Narek, der seit drei Jahren in Paderborn lebt: „Also ich bin gekommen, weil ich das Klettern liebe, zweitens, weil ich Spaß haben wollte und letztendlich wollte ich neue Leute kennenlernen.“

Unbedingte Voraussetzung: Eine gute Einweisung und Verlass auf das Team (Quelle: Nora Liebetreu)

Unbedingte Voraussetzung: Eine gute Einweisung und Verlass auf das Team (Quelle: Nora Liebetreu)

Gemeinsame Strategien

Bei bestem Wetter und guter Laune ging es um 11 Uhr im Paderborner Park Monte Scherbelino los. Der Tag startete mit verschiedenen Kennenlern-Spielen und Teamaufgaben, die die Jugendlichen nur gemeinsam lösen konnten. So musste die Gruppe es schaffen innerhalb weniger Sekunden gemeinsam unter dem sich bewegenden Seil von der einen auf die andere Seite zu gelangen. Die Herausforderung: Das Seil durfte nicht berührt werden! Die Jugendlichen entwickelten schnell eine gemeinsame Strategie. Diese war vor allem dadurch geprägt, dass sich die Jugendlichen Hand in Hand aufstellten und sich gegenseitig bei der Überquerung unterstützen.

„Mich hat der gemeinsame Teamgeist total beeindruckt: Ob Junge oder Mädchen, ob 12 oder 27 Jahre alt, ob deutsch-, aramäisch/assyrisch- oder arabischsprachig hat gar keine Rolle gespielt. Wir waren einfach ein Team“, berichtet Lea Ergin begeistert.

Gut gesichert und nur gemeinsam war letztendlich ein hoher Kistenturm möglich (Quelle: Nora Liebetreu)

Gut gesichert und nur gemeinsam war letztendlich ein hoher Kistenturm möglich (Quelle: Nora Liebetreu)

Hoch hinaus

Im Anschluss an die Kennenlern-Spiele konnte auch das Klettern beginnen. Als Kletter-Neulinge wurden die Jugendlichen von WolkenKratzer unterstützt. Zu Beginn erklärten die drei Profis von WolkenKratzer den Jugendlichen die Ausrüstung.

In 2er-Teams hieß es daraufhin die zwischen zwei Bäumen aufgebaute Leiter zu erklimmen. Durch den großen Abstand der Leitersprossen war viel Kommunikation gefragt: Die Baumkrone konnte letztlich nur erreicht werden, indem sich die jeweiligen Teams gegenseitig von Stufe zu Stufe halfen. Gleichzeitig war natürlich ebenso die Unterstützung der anderen Teams gefragt: Diese waren für die Sicherung der kletternden Personen verantwortlich.

Nachdem die Teamaufgaben erfolgreich gelöst wurden, konnten die Jugendlichen einen Turm aus Kisten bauen. Die Klettertürme erreichten immense Höhen – zum Teil wurden unter großen Applaus alle zur Verfügung stehenden Kisten aufgebraucht! Die Türme konnten letztlich nur in die Höhe wachsen, da die Jugendlichen sich die Kisten gegenseitig anreichten, sich untereinander berieten und die Türme zusammen stabilisierten. Hier galt: Umso stärker der Teamzusammenhalt, desto stabiler und höher der Turm!

Am Ende des Klettertags waren alle stolz: Auf die Gruppe, auf das eigene Team und auf die eigene Kletterleistung. „Ich habe eine schöne Zeit mit den anderen verbracht. Es hat mir alles gefallen“, erklärte Fadia Barsoum, die seit zwei Jahren in Paderborn.

B’shayno.Willkommen. hat das Hauptziel des Klettertags also erreicht: Die Jugendlichen haben sich besser kennengelernt und die Freizeit-Teams konnten an Stärke dazu gewinnen!

Autor: Nora Liebetreu

Bildergalerie mit weiteren Impressionen vom Klettertag: